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Studie: Studium muss sich nicht lohnen

Laut einer Studie des Instituts für Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen waren knapp 8,6 Prozent der Beschäftigten mit Hochschulabschluss im Niedriglohnsektor tätig.

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Damit liegen in Deutschland rund 688.000 Menschen unter der Niedriglohnschwelle, die das Institut mit zwei Drittel des mittleren Stundenlohns definiert. Das entspricht einem Bruttostundenlohn von 9,30 Euro. Im Jahr zuvor entsprach die Quote zwar noch 9,3 Prozent, laut IAQ ist das aber keine wirkliche Gegenentwicklung.

Claudia Weinkopf von der Uni Duisburg-Essen: “Bei akademisch ausgebildeten Arbeitnehmern gibt es seit Jahren einen konstanten Wert von Geringverdienern, der grob zwischen sieben und sogar zwölf Prozent schwankt.” Zwischen den Geschlechtern herrscht hier ein Ungleichgewicht. Bei den Männern arbeiten nur 6,1 Prozent im Niedriglohnsektor, während bei den Frauen mit 11,4 Prozent fast doppelt so viele Akademikerinnen damit auskommen müssen.

Das IAQ sieht aber auch Positives. Akademiker geraten äußerst selten in die Arbeitslosigkeit, die Quote liegt bei unter drei Prozent. Was allerdings nicht bedeutet, dass die wirtschaftliche Entwicklung keine Auswirkung hätte. Auch unter Akademikern steigt die Arbeitslosigkeit – seit dem Vorjahr um 13 Prozent. Deutlich gestiegene Absolventenzahlen treffen seit eingier Zeit auf eine verhaltene Nachfrage nach Akademikern in Unternehmern.

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