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Studie: Kinder profitieren, wenn Mutter arbeitet

Berufstätige Mütter leben den täglichen den Spagat zwischen Job und Familie – oft mit schlechtem Gewissen, nicht genug für ihre Kinder da zu sein, befeuert vom sozialen Umfeld und traditionellen Klischees.

Die Harvard Business School hat nun eine umfassende Studie veröffentlicht, mit repräsentativen Zahlen aus 24 Ländern, darunter auch Österreich und Deutschland. Fazit: Den Kindern schadet die mütterliche Berufstätigkeit nicht, sie profitieren sogar davon.

Vor allem Töchter berufstätiger Mütter sind klar im Vorteil: mit einem signifikant höheren Ausbildungslevel finden sie schneller einen Job und steigen eher in Führungspositionen auf. Die Wahrscheinlichkeit liegt um 16 Prozent höher als bei Töchtern nicht berufstätiger Mütter. 45 Minuten Mehrarbeit pro Woche bringen auch ein besseres Gehalt

Privat verbringen sie weniger Zeit mit Haushaltsarbeit und sind auf Augenhöhe mit ihren Partnern. Söhne von berufstätigen Müttern beschäftigen sich später mehr mit ihren Kindern und bringen sich auch stärker im Haushalt ein, karrieretechnisch profitieren sie wenig.

Die Wissenschafterinnen McGinn, Castro and Lingo sehen einen Vorbild-Effekt: „Wir gehen davon aus, dass das nicht-traditionelle Rolemodel der berufstätigen Mutter Kinder auf zweierlei Arten prägt: Indem ihnen andere Vorstellungen darüber vermittelt werden, was für Männer und Frauen als ’normal‘ oder ‚richtig‘ gilt. Außerdem kommt ein gewissersozialer Lerneffekt zum Tragen: Kinder beobachten permanent das Verhalten ihrer Eltern und orientieren sich daran. Auch was Geschlechterrollen angeht.“

 

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Studie zum Download:
http://www.hbs.edu/faculty/Pages/item.aspx?num=49311

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